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Tuesday, June 24. 2008Wasser statt Berge
Eigentlich wollten wir wandern gehen. Dann wurde relativ spontan umdisponiert, und alle wollen paddeln gehen. Im Schlauchboot die Isar hinab, von Bad Tölz bis Wolfratshausen. Im Prinzip ne super Idee von Sabine, paddeln finde ich ja schon seit langem auch sehr reizvoll, es fehlte nur immer an der Gelegenheit.
Aber andererseits, ich kann noch nicht paddeln, und dann auch noch mit 7 Leuten, die ich kaum oder gar nicht kenne. Erst 1x war ich bei ihrem monatlichen Reisestammtisch dabei. Auweia!! Nein danke, damit bin ich dann doch überfordert. Die nächste Bootspartie ist zwar schon geplant, aber -zumindest zu meinem Bedauern- an genau dem Wochenende, wo ich endlich mal wieder beim Reiten bin... Tuesday, May 27. 2008Weitwanderweg oder PartymeileIch hatte mich zu einer 10-tägigen Weitwanderung angemeldet. Bei Wikipedia finde ich dazu eine Definition, die auch meinem Verständnis weitgehend entspricht: Trekking bezeichnet eine besondere Form des Wanderns, das Zurücklegen einer längeren Strecke mit Gepäck, über einen längeren Zeitraum und unter weitestgehendem Verzicht auf eventuell vorhandene Infrastruktur. Die Motivation liegt meist im intensiven Erlebnis unverfälschter Natur oder noch weitgehend ursprünglicher Kulturen abseits der Zivilisation. Der Veranstalter hat 'sich zum Ziel gesetzt, das „Erlebnis Natur – Tier – Mensch" in den Mittelpunkt zu stellen'.
Im weiteren ist eine der logischen Konsequenzen auch, dass bei entsprechendem Konsum natürlich nicht mehr auf die vorhandene Infrastruktur an Bankomaten verzichtet werden kann. Wikipedia sagt weiter: Das Unterwegssein aus eigener Kraft, mit einfachen Mitteln und geringen Ansprüchen ist der Schlüssel zum intensiven Erlebnis, zur Rückbesinnung auf die Wurzeln des Lebens. Für viele Menschen unserer hoch technisierten Welt ist Trekking ein Gegenpol zur Berufsbelastung, die Verwirklichung ihrer Sehnsüchte nach elementarer Natur und dem Leben in und mit dieser Natur. Auch der Veranstalter wirbt mit diesem Erlebnis, mit Stille und Ruhe. Und er verspricht Abenteuer und Naturerfahrung. Stattdessen werden wir mehrfach am Tag von klingelnden Handys aus den Gedanken gerissen, während des Wanderns irgendwo im Wald oder über einen Feldweg, und die Anrufe werden lautstark entgegen genommen, und verhindern zwangsläufig das Abschalten und Loslassen vom Alltag. Auch reicht es nicht mehr, abends die Isomatten einfach im Heustadl eines Bauern auszurollen. Es muss gepflegt im Gasthof genächtigt werden, wenn möglich gar im Einzelzimmer. Zugegebenermassen behagt aber auch mir der Gedanke nicht, mich inmitten einer Horde Betrunkener schlafen legen zu müssen. Last but not least: Mitten in München lebend und mind. 1 Std./Tag in den Auspuffgasen auf dem mittleren Ring und auf der A9 verbringend, habe ich mich auf die frische Luft in unberührter Natur gefreut. Stattdessen komme ich vom Regen in die Traufe, und stecke nun unausweichlich im noch weitaus unangenehmeren Dauerqualm, von früh morgens noch vor dem Frühstück bis spät abends. Keine Chance, sich dem zu entziehen. Es wird geraucht im Sitzen - selbst beim Essen ist immer mind. 1 Zigarette an -, im Stehen und im Gehen, wahrscheinlich sogar auch noch im Liegen, aber wenigstens das entzieht sich meiner Kenntnis. Von Tag zu Tag, und von Zigarette zu Zigarette wird es nerviger und unerträglicher, und noch nie zuvor hab ich das Ende meiner Urlaubstage derart herbeigesehnt wie diesmal, kein Abschied ist mir jemals leichter gefallen. Obwohl die Truppe durchwegs eigentlich nett, sympathisch und lustig ist, und ich mir sonst durchaus vorstellen könnte, eine nette Zeit mit ihnen zu verbringen. Schade. Sunday, May 11. 2008Youtube-Clip in eigener SacheWarum bin ich eigentlich nicht früher drauf gekommen? Manchmal sieht man halt den Wald vor lauter Bäumen nicht, oder so ähnlich. Jedenfalls kam mir die Idee, einen eigenen Clip einzustellen. Er ist noch nicht fertig, es fehlt noch ein einleitender Kommentar und ein paar knappe aber treffende Parolen, für die ich eine männliche Stimme brauche. Das Bildmaterial ist auch nicht das Beste, und nach und nach werde ich die ein oder andere Sequenz austauschen. Weiss auch noch nicht, ob mich die Hintergrundmusik überzeugt... Vorläufig sieht das Ergebnis also so aus: Konstruktive Kritik und Anregungen willkommen!!
Posted by Jeanette
in Allgemeines, Reiten, Südamerika, Trekking
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09:31
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Thursday, February 14. 2008Schneeschuhtour zur Mühlhornwand
Zunächst geht es über Forststraßen und Waldschneisen bergauf, dabei bleiben unsere Schneeschuhe am Rucksack festgeschnallt. Nach etwa einer Stunde des Anstiegs zeigt sich die noch tief verschneite Bergwelt in ihrer vollen Pracht, sodaß wir ab hier endlich doch noch die Schneeschuhe anlegen können. Bei herrlichem Wetter mit tiefblauem Himmel ist dann nach weiteren zwei Stunden schweißtreibendem und etwas steilerem Aufstieg über nunmehr freie Almhänge die Kammhöhe mit 1659 m erreicht. Ein rundum grandioses Bergpanorama mit schier unbegrenzter Fernsicht entschädigt uns für die durchgestandenen Anstrengungen. Nach einer kurzen Rast auf dem unauffälligen Gipfel ohne Kreuz steuern wir über einen weniger steilen Weg, der uns einsam durch die tief verschneite und im Sonnenlicht glitzernde weisse Pracht führt, die gemütliche Priener Hütte an, wo wir die wohlverdiente Jause nachholen. Die Uhr oder vielmehr der bereits recht tiefe Sonnenstand mahnt leider schon bald zum Aufbruch und so erfolgt der weitere Abstieg zum Ausgangspunkt zurück. Voll zufrieden mit dem Erlebten aber auch erschöpft treten wir die Heimreise an. Wednesday, January 2. 2008WintertraumVor zwei Jahren hab ich Silvester tanzend auf Marina's Tangofest gefeiert. Es war ein schönes Fest! . Erst hatte ich die Bilder mit Pablo Neruda's "Viento en la Isla" in der Version von Maná unterlegt. Es passte nicht schlecht, aber doch nicht gut genug, denn es klang arg traurig. Auch noch nicht perfekt, aber schon besser war dann "Adonde Vayas" von der Argentinierin Soledad Pastorutti. Aber ich war immer noch nicht zufrieden (am 31.01.). Das ist natürlich auch stark stimmungsabhängig, und die schwankt derzeit noch sehr bei mir. Heute (02.02.) versuch ich es mit "Tambores del Sur". Wer mich kennt, der weiss, dass mir diese Zeilen quasi auf den Leib geschrieben sind, und mehr oder weniger direkt haben sie auch mit diesem Silvester zu tun: ...Suenan en mi corazón, tambores del sur. Monday, December 17. 2007nachträgliche Impressionen vom Lama-Trail......gibts jetzt auch hier zu sehen: Wednesday, September 26. 2007Tiroler Lamatrail
Sunday, July 8. 2007mal wieder Urlaub?
Tuesday, October 17. 2006Ganz spontan: Trekking-Partner gesucht f. Anfang November
In der Woche vom 30.10.-05.11. möchte ich nochmal raus. Ich hab noch keinerlei konkreten Vorstellungen und bin offen für Ideen wie Pferde-, Kanu-, Lama- oder Eseltrekking, oder einfach ne Hüttentour, vielleicht geht auch schon ne Schneeschuhtour, oder Hundeschlitten... Übernachtung im Zelt oder auf Hütten...
Also, wer kommt mit? Bin gespannt auf eure Vorschläge! Monday, October 9. 2006Ein Wochenende in OberstdorfNachdem ich den Mittwoch aufgrund des vorausgesagten schlechten Wetters noch unentschlossen zuhause versandelt habe, fahre ich also am Donnerstag spontan nach Oberstdorf. Eigentlich möchte ich dort an einem 2-tägigen Kanukurs teilnehmen. Vor Ort stellt sich aber leider raus, dass der wohl mangels weiterer Teilnehmer ausfallen wird. Hmmm, was nun? Am Frühstückstisch in der Pension, wo ich zum Glück noch ein schnuckeliges kleines Zimmer bekommen habe, hat man schon das richtige Alternativprogramm für mich: „Fahren Sie doch einfach mit der Seilbahn hoch, so wie wir, oben haben Sie jede Menge Wege, alles wunderbar geteert, da können Sie schön wandern, und ohne dass Sie steigen müssen! Wunderschön, herrlich!!" – Na prima. Ich halte es in dem Moment für besser, nicht zu sagen, was ich tatsächlich denke. Jedenfalls, das Wetter ist nicht so schlecht, ganz leidlich, und es soll trocken bleiben. Keine allzu schlechten Voraussetzungen also, um zur Fiderepasshütte und weiter über den Schüssen zu laufen. Meinen Entschluss, alles zu Fuss zu machen verwerfe ich allerdings doch recht schnell, als ich an der Talstation der Fellhornbahn ankomme und an der riesigen Baustelle entlang nach oben blicke. Vielleicht sollte ich wirklich den Rat meiner Tischnachbarn beherzigen und den schnelleren und komfortablen Weg wählen. Ok, ich zwänge mich also wie alle anderen in die volle Gondel. Ist es nicht paradox, dass man jede Menge Geld bezahlt, um mit der Bahn schnell jene Etappe zu überwinden, die aber erst durch eben jene Bahn, für die man jetzt bezahlt, so unattraktiv und trist geworden ist, dass man sie möglichst schnell hinter sich lassen möchte?! An der Mittelstation steige ich aus, ab hier gibt es einen wunderschönen, herrlichen Lehrpfad, an dem in regelmässigem Abstand wunderschöne, herrliche, nagelneu blitzende, hypermoderne und sicher witterungsbeständige stählerne Schaukästen aufgestellt sind, die den werten Gästen, die sich auch heute zahlreich hier tummeln, die Natur näher bringen sollen. Immerhin, sie lenken die Aufmerksamkeit des Besuchers derart ab, dass man die Sessellifte und die Schipisten, die man kreuzen muss, kaum noch wahr nimmt. Nach kurzer Zeit zweigt endlich links vom Hauptweg ein kleinerer Weg Richtung Fiderepasshütte ab. Hier trennen sich die Wege der Tagestouristen von denen der Bergwanderer. Alleine bin ich zwar immer noch nicht, aber das Feld lichtet sich deutlich und es wird ruhiger. Die Hütte selbst ist aber noch ganz ordentlich besucht. Mag sein, dass das daran liegt, dass ich gerade zur Mittagszeit hier ankomme, und dass mittlerweile die Sonne sich hat durchsetzen können. Dass all die Leute auf den Mindelheimer Klettersteig wollen, bei dessen Anblick von unten von der Hütte aus betrachtet mir bereits schlecht wird, kann ich mir kaum vorstellen. Ist mir aber auch egal. Auf den Schüsser jedenfalls wollen sie auch nicht, da bin ich dann wirklich fast ganz alleine unterwegs. Der Anstieg ist aber auch ganz ordentlich, sodass ich eigentlich schon ganz froh bin, hier nicht absteigen zu müssen. Allerdings nur so lange, bis ich etwa auf halbem Weg doch noch jemandem begegne, der mich dabei vorsichtig darauf aufmerksam macht, dass die andere Seite noch weitaus felsiger und steiler sei, und mit einem Schlag meine Hoffnung auf einen leichteren Abstieg zunichte macht. Besorgt will er dann noch wissen, ob ich denn wohl klettern könne. Auch das noch!! Scheisse!!! Zurück will ich jetzt aber auch nicht mehr. Wenigstens will ich es mir doch mal anschauen. Immerhin, das Panorama vom Gipfel aus entschädigt für alle Mühen. Jetzt muss ich nur noch schauen, wie ich wieder runterkomme. Weia, ganz schön steil und felsig, wie der Bergkamerad schon gesagt hat. Ich komm ganz schön ins Schwitzen, und bin heilfroh, als ich endlich den flacheren Sattel erreiche. Den restlichen Weg zurück zur Fellhornbahn hab ich unterschätzt, es zieht sich ganz schön, und angesichts der fortgeschrittenen Tageszeit würde ich dann doch lieber wieder mit der Bahn zu Tal fahren. Als ich den Abzweig erreiche, wo es links zur Bergstation und rechts zur Talstation geht, muss ich erkennen, dass ich es nicht rechtzeitig zur letzten Talfahrt schaffen werde, und muss den Fussmarsch antreten. Angegeben sind 2 ¾ Stunden, es ist halb fünf. Das würde bedeuten, es wird längst dunkel sein, bis ich unten ankomme. Da ist auch die Aussicht auf Vollmond nur ein schwacher Trost, wer weiss schon, ob das Wetter wirklich hält, schliesslich soll es umschlagen und es soll morgen sogar Schnee geben. Also beeil ich mich, und schaffe den Abstieg schlussendlich in gut 1,5 Stunden. Der hat mir dann aber auch vollends den Rest gegeben, knieabwärts tut mir alles weh, die Knie, die Waden, die Knöchel, die Fussballen, und in der Pension angekommen falle ich nach einer kurzen wohltuenden Dusche nur noch ins Bett. Am nächsten Morgen bin ich daher gar nicht so traurig über den Regen, der inzwischen eingesetzt hat, und erst recht nicht über den ausgefallenen Kanukurs. Ich könnte mich sowieso nicht bewegen. Bei dem Wetter bleibt einem nicht viel übrig, als das übliche Pflichtprogramm zu absolvieren: ich lasse mich durch die Breitach-Klamm schleusen. Was soll ich sagen? Eigentlich ganz nett. Für meine Begriffe aber zu überlaufen, zu sehr erschlossen, zu leicht zugängig gemacht. Dadurch büsst das Naturschauspiel doch sehr viel ein von seinem ursprünglichen Reiz, seiner Kraft und seiner Macht. Im Winter mag es wirklich noch sehr schön sein, wenn die Felsen von Eiszapfen eingenommen werden. Der Anruf von Thomas reisst mich aus meinen Gedanken. Er ist inzwischen auch in Oberstdorf angekommen, und wird am Eingang der Klamm auf mich warten. Prima! Wir fahren zusammen nach Fischen, wo wir im Wald die Vögel und Eichhörnchen füttern. Naja, letztere sind wohl schon sehr verwöhnt, sie schnuppern nur mal kurz, verschmähen dann aber unsere extra für sie gekauften Erdnüsse. Umso mehr freuen sich die Lamas, die in der Nähe weiden, so bleibt mehr für sie übrig. Sie wollen uns gar nicht mehr weg lassen, bis die Tüte ganz leer ist. Am Abend ist Wellness angesagt in der Therme von Oberstdorf. Vielleicht bin ich dann morgen wieder fit, das Wetter soll ja auch wieder besser werden. Und tatsächlich, morgens schon blauer Himmel. Meine Beine sagen zwar eigentlich immer noch nein, aber sie werden einfach nicht gefragt. Der Bus zurück Richtung München geht leider schon um 15.40, eine grosse Tour ist da nicht mehr drin, aber immerhin noch ein schöner Abstieg vom Nebelhorn aus (da lob ich mir dann doch wieder die Seilbahn, wenn es sie schon gibt!) an den Geissalpseen vorbei ins Tal, bei prächtigem Wetter. Am Geissfusssattel geniessen wir einfach nur das Panorama, und überhören geflissentlich das Live-Konzert irgendeines Blasorchesters, das von der Gipfelstation herüberschallt. Zu meiner Überraschung packt Thomas dann noch einen Kuchen aus, den er vorher noch extra selber gebacken hat! Köstlich!! Da ist es kein Wunder, dass wir insgesamt doch etwas länger brauchen als die veranschlagten 5 Stunden. Ein schöner Abschluss für ein doch noch recht gelungenes Wochenende, da macht es auch gar nichts, dass ich am Ende meinen Bus verpasse. Jetzt fragt mich bitte bloss nicht, wann ich denn das nächste Mal wieder Tango tanze. Das dauert gezwungenermassen noch ein paar Tage...
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