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Friday, March 14. 20081 Schritt vor und 2 zurückAuf den Tag genau vor 4 Monaten fing es an. Eine email mit dem Betreff "Altiplano zu Pferd". Von jemandem, der scheinbar denselben Traum leben möchte, unterwegs sein mit Pferden ... langsam, intensiv, im Einklang .... Es folgen etliche emails und Telefonate, die den Eindruck bestärken, dass wir dieselbe Wellenlänge haben und uns gut verstehen könnten. Also treffen wir uns, wieder exakt einen Monat später, auf ein verlängertes Wochenende beim Reiten. Wir verstehen uns auf Anhieb. Von Anfang an ist da eine unerwartete Nähe. Dennoch bestehe ich in der ersten Nacht auf getrennte Betten. Das wird nur widerwillig akzeptiert. Aber gut, wenn es darum geht, dann befinden sich die männlichen Hirnzellen bekanntlich woanders. Schon in der zweiten Nacht kann aber auch ich mich dem Zauber nicht entziehen. Natürlich ist da noch weitaus mehr: die gemeinsamen Ausritte durch die eisig-kalte Winterlandschaft, die gemütlichen Abende, an denen wir uns vorstellen und ausmalen, dass und wie wir unterwegs sein könnten, und an denen wir entdecken, wie sich unsere Ansichten und Vorlieben erstaunlich oft decken. Die Nähe wächst weiter, unser Traum rückt näher. Und wir scheinen uns dafür perfekt zu ergänzen. Dass er gleichzeitig eine Freundin hat, erzählt er mir erst, als es schon zu spät ist. Das war nicht fair!! Aber gut, er muss selber wissen, wie er das vereinbaren will. Als wir uns am Flughafen verabschieden, bleibt alles offen und möglich. Wie sehr er mich bereits für sich gewonnen hat, merke ich erst in den Tagen danach. Ich vermisse ihn mehr als mir lieb ist. Aber auch ihm scheint es nicht anders zu gehen. Zumindest lassen seine Nachrichten darauf schliessen. Weihnachten vergeht, Silvester steht vor der Tür. Ich habe dieses Jahr keinen Plan und werde es wohl ganz ruhig und unspektakulär zuhause verbringen. Wie so oft im Leben kommt es ganz anders. Zwei Tage vorher klingelt nachmittags das Telefon. Er klingt aufgewühlt, und erzählt, er habe gerade seine Freundin verlassen und stünde am Bahnhof. Natürlich lade ich ihn ein, nach München zu kommen. Beim Abendessen will ich wissen, was und wie alles passiert ist. Er erzählt nur was von einem Buch, das er auf einer beliebigen Seite aufgeschlagen hat und dort liest vom "Tag der Entscheidung". Weiter möchte er noch nicht darüber reden, und ich will ihn nicht drängen. (Fehler meinerseits). Diesmal will ich auf jeden Fall vorsichtiger sein und alles langsamer angehen lassen. Aber wieder überrollt er mich förmlich, und ich habe keine Chance. Was soll’s. Ich lasse mich drauf ein, es wird schon richtig sein und es wird schon alles gut gehen. Wenn DAS nicht das richtige ist, dann verstehe ich die Welt sowieso nicht mehr, oder noch weniger als bisher. Auf die Schnelle organisieren wir noch einen 2. Schlafsack und eine Isomatte, und etwas unvorbereitet und improvisiert machen wir uns auf, um Silvester im Zelt „in der Wildnis“ zu verbringen. Nur wir zwei, die Berge und der Schnee. Statt Mitternachtssekt gibt es heissen Glühwein. Das Jahr könnte nicht besser anfangen! Die Nacht ist lang und kalt, aber ich geniesse jeden Augenblick. (s. Eintrag vom 02.01.) Es ist gerade erst hell geworden, die Sonne ist noch nicht kräftig genug, um uns schon wieder aufzuwärmen, als sein Handy klingelt. Ich merke gleich, dass es seine Ex(?)-Freundin ist, schlüpfe eilig in die tief gefrorenen Schuhe und lasse ihn allein im Zelt, damit die beiden in Ruhe reden können. Ich weiss nicht, wielange ich durch die frisch verschneite einsame Landschaft stapfe, 15 Minuten, oder 20, oder eine halbe Stunde? Aber ich vertraue darauf, dass er weiss, was er will und was er dazu tun muss. (weiterer schwerer Fehler – ich sollte künftig weniger von mir auf andere schliessen). Er hat noch ein paar Tage frei, und ich hab ihm zugesichert so lange bleiben zu können, wie er mag. Ich selber muss am nächsten Morgen zur Arbeit. Den ganzen Tag über freue ich mich auf den Feierabend und den gemeinsamen Abend. Und wieder kommt alles anders. Ich bin schon auf dem Heimweg, als er anruft und mir eröffnet, dass schon in einer ¾-Stunde sein Zug fährt, zurück dorthin, wo er so plötzlich hergekommen war. Noch denke ich mir nichts dabei, schliesslich kann ich verstehen, dass sie eine klärende Aussprache braucht, nachdem sie so urplötzlich verlassen wurde. Meine Frage, ob ich mir Sorgen machen müsse, kann er allerdings nicht beantworten. Damit sind sie auf einmal da, meine ersten Zweifel, die mich ab jetzt für lange Zeit begleiten sollen, und mich in ein tiefes Loch stürzen lassen. Denn mittlerweile geht es längst um weit mehr als nur den Ritt. Nach seinem Wochenende mit ihr erklärt er mir, dass sie vereinbart hätten, sich für eine Weile nicht zu sehen, um Klarheit zu bekommen. Und dass er mich in dieser Zeit auch nicht sehen könne. Es vergehen 6 lange und schwere Wochen, in denen ich nichts mitbekomme, und nicht weiss, in welche Richtung er geht. Ich werde hin- und hergeworfen von Zweifel zu Hoffnung und Zuversicht, und wieder zurück zu Zweifel und Angst... mein Leben eine Geisterbahn... Ich weiss nicht, ob ich alles verwerfen soll, oder ob ich weiter in diese Richtung denken und planen soll.... Mühsam schleppe ich mich von email zu email, dazwischen verstreichen jedes Mal endlos lang erscheinende Tage. Er schreibt zwar etwas wirres Zeug - von Beziehungsproblemen in den letzten Jahren, davon, dass er das in den Griff kriegen will und eine tragfähige Basis schaffen wolle für ihn, für mich, für unsere Reise und das danach, und davon, dass er immer noch glaube, dass wir diese Reise gemeinsam verwirklichen könnten - und es lässt denken, dass er weiter auf dem richtigen, unserem gemeinsamen Weg ist. Und tatsächlich, endlich ruft er an, und will wieder herkommen für ein paar Tage. Bin mir zwar nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, und weiss auch nicht recht mit der Situation umzugehen, aber natürlich sage ich zu. Mit gemischten Gefühlen sehe ich dem Wochenende entgegen. Als er dann da ist, sind alle Zweifel wieder weg. Natürlich kann man nach diesen Wochen nicht einfach da anknüpfen, wo er uns davor einfach hat stehen lassen. Und dennoch ist seine Anwesenheit wie selbstverständlich, fast, als wäre er nie weg gewesen. Wieder auf den Tag genau 3 Monate nach der 1. email verbringen wir bei herrlichstem Winterwetter einen zwar anstrengenden aber entspannten Tag in den Bergen (s. Eintrag vom 14.02.), und die Zeit bis zu seinem Rückflug vergeht viel zu schnell, zum Reden und Aussprechen bleibt kaum Zeit (nächster Fehler?). Ich wiege mich wohl schon zu sehr auf der sicheren Seite, und gebe ihm sogar noch meine komplette DVD-Sammlung zu Südamerika mit nach Haus. Zwei Wochen lang höre ich nichts mehr von ihm. Keine SMS, keine email, kein Anruf. Als ich schliesslich bei ihm anrufe, bestätigen sich die neu aufgekeimten Befürchtungen. Es ist alles wieder zusammen gebrochen. Es habe wieder eine Annäherung zu seiner Freundin gegeben, sie hat wohl ein paar Mal angerufen, und nun weiss er nicht mehr ein noch aus. Er wisse nicht, was er von ihr will, er wisse nicht, ob und was er von mir will, er wisse auf einmal nicht mehr, ob er lieber wieder sein altes Leben will oder doch lieber ein neues.... Er sei überfordert. Er trauere um den Trümmerhaufen von alldem, was er sich bislang aufgebaut hat (was er ja aber in der Form gar nicht haben wollte, die ganze Zeit bisher). Mir scheint der Fall klar: wie bei den meisten unserer Mitmenschen ist auch bei ihm der Wille, mehr aus seinem jetzigen Leben zu machen, einfach nicht stark genug, um sich endgültig lösen und sich zu diesem einen notwendigen und entscheidenden Schritt dorthin entschliessen zu können. Da helfen keine Argumente, kein Überreden und kein Überzeugen, dieser Wille müsste aus ihm selbst kommen. Wenn der nicht da ist, macht alles keinen Sinn. Also will ich diesem Trauerspiel lieber gleich ein Ende setzen, und wir vereinbaren, uns unsere Sachen gegenseitig zurück zu schicken. (s. Eintrag v. 03.03.) Je länger ich nun auf das Paket warte, umso mehr Zweifel kommen wieder auf. War es wirklich richtig so? Schliesslich weiss ich aus eigener Erfahrung, dass der Weg zu einer solch einschneidenden Entscheidung ein langer Prozess ist, und nichts, was man von heute auf morgen beschliesst. Und auch wenn er diesen Traum schon weitaus länger mit sich trägt als ich, muss das nicht heissen, dass er schon genauso weit gekommen ist wie ich. Vielleicht braucht er wirklich nur noch etwas mehr Zeit, und ich sollte sie ihm geben. Als das Paket nach einer Woche immer noch nicht angekommen ist, ruf ich nochmal an. Meine Frage, ob meine Entscheidung richtig gewesen sei, beantwortet er nun eindeutig mit ja. Er ist inzwischen zu seiner Freundin zurückgekehrt, und er ist sich sicher, dass das richtig ist. Wie das mit der Aussage zusammen passt, dass er nach wie vor nächstes Jahr den Ritt machen will, erschliesst sich mir nicht. Sieht mir mehr aus nach einem Schritt vor und zwei zurück. Das war’s dann also. Die Nacht über bin ich noch erstaunlich gefasst, was aber wohl mehr den 2 Schlaftabletten zuzuschreiben ist. In der Arbeit ist es relativ ruhig, ich bin nicht ausreichend abgelenkt, und so bricht dann das ganze Elend und Ausmaß der Enttäuschung über mich herein. Zumindest kann ich jetzt endlich auch meinen Kollegen erzählen, was mich die ganzen Monate beschäftigt hat. Natürlich kann ich die Geschichte nur aus meiner Sicht erzählen, und so stösst das Ende bei ihnen auf dasselbe Unverständnis und dieselbe Schlussfolgerung wie bei mir selbst. Einerseits ein Trost, andererseits auch nicht. Immerhin, von einem bekomme ich ein aus Verpackungsmaterial gedrehten „Blumenstrauss“, der andere besorgt Nutella, Erdnussbutter und eine Flasche chilenischen Rotwein. Zwei Gläser davon reichen am Abend, um auch ohne Tabletten ruhig durchschlafen zu können. Auch Olga, die Katze, die ich derzeit zur Pflege habe, ist mir eine grosse Hilfe. Momentan sind sie zwar noch selten, aber zwischendurch habe ich schon wieder richtig gute Momente. Und auch wenn ich in dieser verzwickten Geschichte von uns dreien schlussendlich den vermeintlich traurigsten Part haben sollte, so würde ich doch keinesfalls mit einem der anderen beiden tauschen wollen. Erst recht nicht mit ihr, denn ich glaube, die Arme hat die viel üblere Rolle, und ich bin froh, nicht in ihrer Haut zu stecken. Tja, und ich? Immerhin weiss ich wieder, dass ich mir nicht selbst im Weg stehe, und noch nicht zu betäubt bin, um noch 'ja' zu sagen, wenn sich die richtige Gelegenheit dazu bieten sollte. Ob sie jemals kommen wird? Man wird sehen.... Wednesday, February 27. 2008topografische Karten von Südamerika gesucht
Der Titel sagt eigentlich schon alles. Ich bin auf der Suche nach topografischen Karten in einem für Wanderer geeigneten Maßstab, am besten in digitaler Form, von allen südamerikanischen Ländern. Ich freue mich über jede hilfreiche email.
Saturday, February 2. 2008Vortrag: Impressionen einer ReiseEs ist zwar noch ein bisschen hin, trotzdem möchte ich jetzt schon mal drauf hinweisen: am 04. April werde ich seit längerer Zeit mal wieder meinen Vortrag halten. Ich freu mich schon drauf und hoffe nur, dass es diesmal reibungslos ablaufen kann, und dass ich dann auch wieder etwas besser drauf bin als derzeit, um so über die Reise erzählen zu können, wie sie es verdient hat: Thursday, November 1. 2007AmigomioVor Jahren (es war wohl 1994) hatte ich beim lateinamerikanischen Filmfest hier in München einen Film gesehen, der mich sehr beeindruckt und berührt hat. Nach langer Suche hab ich ihn nun wiedergefunden. Es gibt ihn zwar leider nicht auf DVD, und auch sonst nicht irgendwie zu kaufen, aber ich weiss jetzt zumindest wieder, wie er heisst, worum genau es geht, und wonach ich Ausschau halten muss, um ihn vielleicht doch irgendwann irgendwo mal wieder sehen zu können: "Wir sind doch fein raus. Wir erleben spannende Abenteuer, oder?" Irgendwo in einem vollbepackten Überlandbus hoch oben in den Anden, abgebrannt und hungrig, versucht ein Vater, seinen Sohn mit dieser euphemistischen Lagebeschreibung ein wenig aufzumuntern. Auf eine Art hat er recht. Denn was Vater und Sohn, Carlos senior und junior, auf ihrer Reise von Buenos Aires quer durch den südamerikanischen Kontinent begegnet, könnte ohne weiteres Stoff für ein paar weitere INDIANA-JONES-Filme liefern. Illegale Grenzübertritte und Verhaftung, Höhenkrankheit und Kräuterhexen, ein indianisches Opferritual, Straßenschlachten und Guerillaüberfälle. Monday, August 27. 2007Impressionen aus KolumbienIch hab mal wieder auf YouTube gestöbert. Zum Thema Kolumbien gibt es jede Menge zu entdecken, auch sehr Gegensätzliches. Aber Kolumbien hat auch ganz andere Seiten. Das folgende private Touristenvideo mit Eindrücken aus dem Quindio hat mich sehr an meine eigene Reise erinnert: Und zum Abschluß mal noch was ganz anderes aus Villa de Leyva, einfach nur schön: Sunday, June 10. 2007Lektüren
Natürlich bin ich neugierig, und fange gleich an darin zu blättern. Die persönliche Widmung am Anfang ist handgeschrieben, und es vergeht eine ganze Weile, bis ich sie komplett entziffert habe. Aber alles andere liest sich sehr flüssig. So merke ich gar nicht wie die Zeit vergeht, und vergesse ganz, dass ich doch eigentlich noch einiges erledigen wollte. Stattdessen bin ich in Gedanken in Südamerika unterwegs. Nicht nur die erwähnten Orte kenne ich meist von meiner eigenen Reise. Auch was Günter dabei erlebt und erfahren hat, kann ich sehr gut nachvollziehen, auch wenn seine Art zu reisen weitaus beschwerlicher und intensiver war als meine. Seine daraus gewonnenen Erkenntnisse und Meinungen kann ich bis auf ganz wenige Ausnahmen voll unterschreiben, und immer wieder würde ich am liebsten ganze Passagen mit Leuchtstift und einem fetten "Ja, ja, ja!!!!" markieren, weil ich es kaum besser ausdrücken könnte. Ich bin so vertieft und in Gedanken auf Reise, dazu passt es gar nicht, wie eigentlich geplant am Abend auszugehen. Die Münchener Tango-Szene muss heute ohne mich auskommen. Ich bin nicht hier. Und das ganze Buch habe ich noch an diesem Wochenende ausgelesen. Schade eigentlich. Aber das nächste wartet ja schon. Die Empfehlung dazu stammt von Carola, die mich per email kontaktiert hat und selbst gerade mit Pferden in Argentinien unterwegs war (warum sind es eigentlich immer Frauen, die sich sowas vorstellen können, und erst recht dann auch noch umsetzen? Gibt es denn hierzulande wirklich keine "richtigen Männer" mehr?!? Nur noch wilde Karriere-Hengste, oder Stadt-Cowboys, die sich das Marlboro-Feeling allenfalls per Nikotin reinziehen?!?). Jedenfalls, für Carola ist das Buch "Viajes a caballo" von Emile Brager eine <Bibel des Wanderreitens>, und natürlich musste ich es mir gleich besorgen... Sunday, April 15. 2007Radio LatinaEin klein bisschen Santiago hol ich mir immer via Radio nach München. Inzwischen soll es ja auch die chilenischen 40 Principales geben. Die funktionieren allerdings bei mir nicht, warum auch immer. Macht aber nichts weiter, denn mittlerweile ist auch mein damaliger Lieblingssender Radioactiva online. Und wenn ich dann immer noch Abwechslung brauche, lasse ich schon auch mal meine Playlist bei YouTube laufen. Ausserdem gibts ja auch noch den Tangosender Radiotango. Sunday, March 11. 2007Feliz cumpleaños
Das Foto ist leider nicht ganz aktuell, es stammt von meinem Besuch im Februar 2006. Seither habe ich ihn nicht wieder gesehen. Er wird mächtig gewachsen sein. Und ich hoffe natürlich, dass es ihm gut geht. Der letzte Brief von ihm, d.h. von seiner Mutter, die die Briefe für ihn schreibt weil er natürlich noch zu klein dazu ist, ist jetzt auch schon wieder recht lange her. Thursday, March 1. 2007"Faire Mode" aus PeruZum zweiten Mal findet am 9. März in Salzburg eine Modenschau der besonderen Art statt. Vorgeführt werden Textilien, die von gehörlosen jungen Menschen aus Peru angefertigt werden. Präsentiert wird diese „faire Mode“ von jungen Flüchtlingen, sowie Jugendlichen, die einen Migrationshintergrund haben. Also jungen Menschen, die selbst nicht zu den Privilegiertesten in unserer Gesellschaft zählen. Die Textilien werden aus traditionellen einheimischen Stoffen angefertigt und in Österreich verkauft. Der Erlös geht wieder zurück nach Peru in die österreichisch-peruanische Organisation "2B". Hiermit werden u.a. die Ausbildung und Arbeitsplätze der gehörlosen Jugendlichen finanziert. Mehr zu dieser Sozialinitiative gibt es unter www.twob-2b.com Friday, February 23. 2007DesaparecidosHeute vor 5 Jahren bin ich zum 2. Mal nach Kolumbien eingereist, diesmal von Venezuela aus kommend. Wieder ging die Fahrt durch gefährliches Guerrilla-Gebiet. Aber es blieb alles ruhig, und nichts geschah. Für mich also ein ganz gewöhnlicher Tag. Nicht so jedoch für die Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt und ihre Assistentin Clara Rojas. Ich hörte es abends in den Nachrichten, dass die beiden am selben Tag durch die Guerilla FARC entführt worden waren. Und immer noch sind sie in den Händen der FARC, also seit nunmehr 5 Jahren!! Nähere Infos auf folgenden Seiten: betancourt.blogg.de/ Aber nicht nur in Kolumbien liegt noch vieles im Argen. In Argentinien haben in den vergangenen Monaten zwei Verschleppungen von Belastungszeugen in Prozessen um die Verbrechen der Militärjunta eine Debatte um die Überreste der Militärdiktatur (1976–1983) angeheizt. Über die Hintergründe ihrer Entführungen besteht kein Zweifel. Der zweite verschleppte Zeuge tauchte inzwischen wieder auf – mit Folterspuren. Hochrangige argentinische Politiker räumten gegenüber der nationalen Presse ein, dass Teile der Sicherheitskräfte in die Verbrechen verwickelt sein könnten. In Argentinien und auch in Chile kämpfen immer noch die Angehörigen von Verschwundenen um ihre Rechte. Immer wenn ich hier in Selbstmitleid zu versinken drohe, macht er mir wieder bewusst, wie gut es mir doch eigentlich geht, und wie nichtig meine Probleme erscheinen in Anbetracht all des Leids, das diese Menschen durchmachen und ertragen mussten und immer noch müssen.
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