Zur Abwechslung mal was Kulinarisches, auch wenn ich diesbezgl. eine totale Banause bin. Aber ich liebe palta (Avocado), und ich liebe salmón (Lachs). Zu gerne erinnere ich ich immer noch an den köstlichen Lachs, den wir seinerzeit in Puerto Murta bei Señora Yacinta bekommen haben, nachdem er direkt vom Fischer nebenan in ihre Pfanne kam!
Trotzdem habe ich mir inzwischen vorgenommen - auch wenn's schwer fällt -, keinen chilenischen Lachs mehr zu essen, weil ich gesehen habe, wie er in den dortigen Lachsfabriken "produziert" wird, und wie mit ihm und der Natur umgegangen wird. Aber es gibt ja auch noch anderen Lachs, und auch wenn das Rezept chilenisch ist, muss der Fisch dazu ja nicht aus Chile stammen. Für den "Salmón con chispa" nehme man also für 4 Portionen:
- 240 ml trockener Sekt
- 1/4 l Fischbrühe
- 1 Stangensellerie, gehackt, mit dem Grün
- 1 kleine, fein gehackte Zwiebel
- 2 feste Tomaten, geschält und fein gehackt
- 2 Lorbeerblätter
- 4 Lachsfilets, je 200 g
- 60 ml Sahne
- 1 TL Zitronensaft
- 1 Avocado, geschält und püriert
- 1 Bund frische Bunnenkresse, gehackt
- 2 EL fein gehackte rote Paprikaschote
- 2 EL fein gehackter Schnittlauch
Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
In einem Topf den Sekt, die Fischbrühe, Stangensellerie, Tomaten, Zwiebel und Lorbeer 15 Minuten kochen. Durch ein Sieb gießen und die klare Flüssigkeit beiseite stellen. Feste Reste entfernen.
Die Lachsfilets auf einem tiefen Backblech anrichten, mit der Flüssigkeit begießen, mit Alufolie verschließen und 15 Minuten im Backofen garen. Auf einem großen Teller mit Folie bedeckt abkühlen lassen.
Die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen Topf abgießen und auf kleiner Flamme bis auf 1/4 l reduzieren.
Den Topf vom Ofen nehmen, Sahne, Avocadopüree und Zitronensaft unterrühren. Abkühlen lassen und beiseite stellen.
Die Lachsfilets auf flachen Tellern anrichten, die gehackte Brunnenkresse und Paprikaschote darüberstreuen. Mit Sauce übergießen und kalt servieren.
Das Rezept habe ich aus dem Buch "Die chilenische Küche", herausgegeben von Karla Berndt und Birgit Heitfeld