Friday, May 18. 2007
Heute will ich endlich wieder mal übers Wochenende zum Reiten nach Niederbayern. Um rechtzeitig den Zug zu erwischen und weil ich vorher noch ein paar Dinge erledigen muss, mache ich extra früher Feierabend. Aber es kommt ja oft anders als man denkt. Vicky, meine DR 350, lässt mich im Stich und geht auf dem Heimweg unterwegs unvermittelt einfach aus. Da steh ich mal wieder, an der Autobahn, und nichts geht mehr. Dabei hab ich noch Glück im Unglück: es hält ein netter Fahrer (Kroate - wieso halten und helfen eigentlich immer nur Ausländer?!!) mit seinem Transporter mit Hebebühne, der auch grad noch ne Leerfahrt hat. So komm ich wenigstens von der Autobahn runter. Auch nach weit mehr als einer halben Stunde springt Vicky entgegen ihres bisherigen Verhaltensschemas nicht wieder an, und ich muss sie erst mal übers Wochenende in Garching stehen lassen. Eigentlich hoffe ich ja schon, dass sie erst gar nicht mehr anspringen wird, damit hätte man wenigstens noch ne Chance, den leidigen Fehler zu finden, mit dem ich mich jetzt schon ein ganzes Jahr rumschlage. Der Fritz, mein Mechaniker, will jedenfalls davon schon gar nix mehr hören, zu ihm brauch ich damit gar nicht mehr kommen. Dazu muss man nämlich noch wissen: Vor 1 Jahr war ich beim TÜV, Vicky ist durchgefallen u.a. wegen nicht korrekter ASU-Werte. Sie kam also in die Werkstatt, und 2 Tage später geht sie zum allerersten Mal während der Fahrt einfach aus. Wieder zurück in die Werkstatt, dort kann aber kein Fehler festgestellt werden, Vicky springt an und fährt als wär nie was gewesen. Dies wiederholt sich mehrfach, ich wechsle die Werkstatt, dort wird die Tankentlüftung und der Vergaser geprüft, die Zündkerze getauscht, ein Kabelbruch behoben, und zuletzt der komplette Kabelbaum ausgetauscht. Eigentlich war ich schon recht zuversichtlich, dass damit das Problem endlich behoben sei, aber nun ist es eben doch wieder passiert. Es ist dabei auch keinerlei Regelmässigkeit festzustellen: mal passiert es an 2 Tagen hintereinander, dann liegen wieder mehrere 1000e gefahrene Kilometer dazwischen. Mal bei Regen, mal bei Hitze. Mal im Stop&Go, mal in voller Fahrt. Ich bin wirklich reichlich bedient und hab die Schnauze ziemlich voll!! Der freundliche Kroate meint nur beruhigend „macht nix, ist alles halb so wild“. Er ahnt ja nicht, was ich im Lauf der Zeit schon alles mitgemacht hab. Und es war nicht immer ungefährlich! Im Grunde hat er aber natürlich trotzdem Recht, es ist ja schliesslich nur eine Maschine. Andererseits brauche ich sie nun mal, und bin auf ein zuverlässiges Fahrzeug angewiesen. Aber heute will ich mir jetzt keine weiteren Gedanken mehr darüber machen, sondern vielmehr ein entspanntes Reiterwochenende geniessen, auch wenn ich statt wie vorgesehen um 19.00 erst um 22.00 in Marktl ankomme...
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